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Weingut Hofbauer-Schmidt- bei Döllerer entdecken -
Döllerer Weinhaus

Weingut Hofbauer-Schmidt


Die gemeinsame Leidenschaft von Petra, Leopold und Johannes gehört dem Weingut in Hohenwarth, dem „Dreiländereck“ der Weinbaugebiete Weinviertel, Wagram und Kamptal. Ein Familienbetrieb, in dem die Begeisterung für Wein bereits seit acht Generationen weitergegeben wird. Auf den kalkreichen, schottrigen Hohenwarther Lössböden fühlen sich die beiden Leitsorten Grüner Veltliner und die autochthone Sortenrarität Roter Veltliner besonders…

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Biologischer Weinbau bedeutet für uns Verantwortung gegenüber Natur, Boden und kommenden Generationen. Eine nachhaltige und zeitgemäße Bewirtschaftung schafft die Basis für gesunde Böden, vitale Reben und Weine mit authentischem Charakter. Besonders…

Header Weingut Hofbauer-Schmidt
Weingut Hofbauer-Schmidt Bild 2

Die gemeinsame Leidenschaft von Petra, Leopold und Johannes gehört dem Weingut in Hohenwarth, dem „Dreiländereck“ der Weinbaugebiete Weinviertel, Wagram und Kamptal. Ein Familienbetrieb, in dem die Begeisterung für Wein bereits seit acht Generationen weitergegeben wird. Auf den kalkreichen, schottrigen Hohenwarther Lössböden fühlen sich die beiden Leitsorten Grüner Veltliner und die autochthone Sortenrarität Roter Veltliner besonders wohl. Die hohe Lage von 365 m ist in den immer wärmer werdenden Jahren ein immer größerer Vorteil. Im Weingarten wird auf nachhaltigen Weinbau durch schonenden und gefühlvollen Umgang mit der Natur gesetzt.

Petra, Johannes & Leopold Hofbauer-Schmidt © Martin Sommer
Weingut Hofbauer-Schmidt © Weingut Hofbauer-Schmidt Leopold
Im Presshaus © Weingut Hofbauer-Schmidt Leopold

In Hohenwarth, dem Dreiländereck der Weinbaugebiete Kamptal, Wagram und Weinviertel, sind die Weingärten aufgrund der hohen Lage von 365 m kaum frostanfällig und spätreifender. Dies ist in den immer wärmer werdenden Jahren ein immer größerer Vorteil.

Leopold Hofbauer-Schmidt

Interview mit Weingut Hofbauer-Schmidt

Weingut Hofbauer-Schmidt Bild 3

1. Hohenwarth liegt an einer spannenden Schnittstelle mehrerer Weinbaugebiete. Ist das für euch eher Identität oder Herausforderung?

Johannes Hofbauer-Schmidt: Wir sprechen gerne vom Dreiländereck aus Weinviertel, Kamptal und Wagram. Geologisch sind wir dem Wagram mit seinen lössgeprägten Böden und der traditionellen Sorte Roter Veltliner sehr ähnlich. Im Unterschied zum Wagram und zu vielen Lagen im Kamptal liegen wir jedoch höher, auf rund 365 Metern Seehöhe. Die größeren Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht sowie die spätere Reife sind gerade in Zeiten zunehmend warmer Jahrgänge ein großer Vorteil. Dadurch entsteht in Hohenwarth ein eigenständiges Profil, das unsere Weine unverwechselbar macht. Die Herausforderung liegt eher darin, dass der Rote Veltliner häufig automatisch mit dem Wagram in Verbindung gebracht wird. Dabei ist Hohenwarth mit rund 40 der insgesamt 200 Hektar in Österreich selbst eine der bedeutendsten Hochburgen dieser Sorte.

2. Wie schafft man es, im Weinviertel nicht nur Herkunft zu zeigen, sondern eine eigene Handschrift zu entwickeln?

J. H.-Sch.: Das Weinviertel ist ein großes Weinbaugebiet mit vielen unterschiedlichen Gesichtern. Wer genauer hinschaut, entdeckt zahlreiche Teilregionen mit eigenem Charakter. Die Region rund um Hohenwarth ist eine davon. Mit dem Weinviertel verbindet uns vor allem der Grüne Veltliner und sein typisches Pfefferl, das wir über viele Jahre konsequent herausgearbeitet haben. Gleichzeitig stehen wir für einen kühleren, frischeren Stil, der unseren Weinen eine eigene Handschrift verleiht. Ergänzt wird dieses Profil durch unsere besonderen Herzenssorten: Roter Veltliner und Sauvignon Blanc.

3. Ihr seid ein Familienbetrieb über Generationen. Was muss stets bewahrt werden und womit muss man bewusst brechen?

J. H.-Sch.: Meine Eltern haben sehr vieles richtig gemacht. Sie sind nie kurzlebigen Trends wie dem Rotwein- oder Chardonnay-Boom vor 30 Jahren gefolgt, sondern haben konsequent auf jene österreichischen Rebsorten gesetzt, die zu unserer Region passen. Davon profitieren wir heute enorm. Für mich zeigt das auch, wie wichtig das Zusammenspiel der Generationen ist: Wir können Neues wagen, weil wir auf einem starken Fundament aufbauen. Weiterentwickelt haben wir uns in den letzten Jahren vor allem durch die Umstellung auf biologischen Weinbau. In gewisser Weise ist das aber auch eine Rückbesinnung auf einen bewussteren Umgang mit Boden und Natur.

4. Grüner Veltliner ist im Weinviertel allgegenwärtig. Ab wann wird er für euch wirklich eigenständig?

J. H.-Sch.: Wenn die Besonderheiten eines Ortes oder einer Lage im Wein spürbar werden. Unsere Grünen Veltliner sind von Natur aus eher kühl, frisch und lebendig. Diese Eigenschaften prägen ihren Charakter. Selbst die gehaltvolleren Vertreter leben von Würze und einer präzisen Säurestruktur, die ihnen Spannung verleiht und sie trotz ihrer Kraft nie schwer wirken lässt.

5. Roter Veltliner ist keine laute Sorte. Was macht sie für euch heute relevant?

J. H.-Sch.: Der Rote Veltliner ist für uns eine der spannendsten Rebsorten mit Blick auf die Zukunft. Die rötliche Beerenschale schützt die Trauben vor intensiver Sonneneinstrahlung, während die Säure auch in warmen Jahren bemerkenswert stabil bleibt. Seine Stärken liegen weniger in einer lauten Aromatik als vielmehr in seiner Struktur und Vielschichtigkeit. Dazu kommen ein großes Reifepotenzial und seine hervorragende Eignung als Speisenbegleiter. Alles Eigenschaften, die ihn besonders für die Gastronomie attraktiv machen.

6. Viele Konsumenten suchen klare Aromatik und schnelle Verständlichkeit. Wie viel Anspruch darf ein Wein eurer Meinung nach trotzdem haben?

J. H.-Sch.: Eine klare Sortentypizität ist wichtig. Schließlich greift man zu einer bestimmten Flasche, weil man eine gewisse Stilistik erwartet. Gleichzeitig darf ein Wein mehr bieten als nur seine Aromatik. Wenn er nachhaltig produziert wurde und qualitativ hochwertig ist, vermittelt er diesen Anspruch oft ganz von selbst, ohne kompliziert zu sein.

7. Wo liegt für euch die Grenze zwischen zugänglichen und beliebigen Weinen?

J. H.-Sch.: Für mich ist ein Wein zugänglich, wenn er eine ansprechende Aromatik und einen guten Trinkfluss besitzt. Das schließt Persönlichkeit keineswegs aus. Beliebig wird ein Wein dann, wenn er keinen eigenen Ausdruck hat – sei es, weil er zu dünn wirkt oder weil Zucker, Holzeinsatz oder andere Stilmittel seine Herkunft vollständig überdecken.

8. Wird Wein heute zu stark über die Herkunft erklärt und zu wenig über den Trinkmoment verstanden?

J. H.-Sch.: Für mich gehört beides zusammen. Herkunft erklärt, wo ein Wein herkommt und warum er so schmeckt, wie er schmeckt. Am Ende sollte er jedoch vor allem den Genussmoment begleiten und bereichern, ohne die Konsumentinnen und Konsumenten zu überfordern.

9. Welche Stilistik wollt ihr bewusst nicht machen?

J. H.-Sch.: Wir wollen keine Weine machen, die stark von Oxidation oder Reduktion geprägt sind. Solche Stilistiken schmecken oft überall auf der Welt sehr ähnlich. Uns ist wichtiger, dass ein Wein seine Herkunft und seinen Jahrgang widerspiegelt.

10. Was soll jemand nach einem Glas Hofbauer-Schmidt-Wein verstanden haben?

J. H.-Sch.: Dass biologischer Weinbau, klarer Herkunftscharakter und hoher Trinkgenuss kein Widerspruch sind. Unsere Weine sollen zeigen, wo sie herkommen, dabei zugänglich bleiben und mit ihrer Frische, Trinkfreude und Balance Lust auf den nächsten Schluck machen.